Arthrose

Gelenkverschleiß im Alter

Arthrose ist die häufigste und bedeutendste Gelenkerkrankung. In Deutschland sind bereits ca. 5 Millionen Menschen erkrankt und die Richtung ist weiter steigend. Das Wort kommt aus dem Griechischen „arthros“ = Gelenk, die Endung „-ose“ bedeutet eine nicht entzündliche Erkrankung. Sie kommt häufig im Alter vor, gerade im Alter zwischen 65 und 70 Jahren hat fast jeder Mensch Anzeichen von Gelenkverschleiß. Kaum einer bleibt im Alter vor den Anzeichen von Gelenkverschleiß verschont.

Nur was bedeutet Arthrose jetzt genau?
Es kommt zu einem nachhaltig geschädigten Gelenkknorpel, in anderen Worten wird der Gelenkknorpel abgenutzt. Dies geschieht durch eine dauerhafte Beanspruchung des Gelenkes, die über die normale Belastbarkeit hinausgeht. Auf Grund dessen, ist sie auch eine degenerative Erkrankung. Es ist eine Erkrankung ohne Heilungschancen, jedoch ist es möglich die Beschwerden bei dem Betroffenen zu lindern.

Wo tritt Arthrose auf?
Sie kann überall da entstehen, wo sich Gelenkknorpel im Körper befinden. Also im Ellenbogen, im Daumen, am Sprunggelenk, an der Wirbelsäule, an der Hand, am Knie, am Schultergelenk, an den Fuß- und Zehengelenken, in den Fingern, an der Hüfte, im Handgelenk oder auch im Kiefergelenk. Sind mehrere Gelenke von einem Verschleiß betroffen, liegt eine Polyarthrose vor.

Warum entsteht eine Arthrose?
Wie bereits erwähnt entsteht eine Arthrose durch eine Überbelastung des Gelenkes. Diese Überbelastung kann beispielsweise durch Übergewicht, Leistungssport oder eine Fehlbelastung entstehen. Eine Fehlbelastung könnte zum Beispiel X-Bein sein, die dann eine Arthrose verursachen. Zudem können Gelenkverletzungen zu einer Arthrose führen oder durch Stoffwechselerkrankungen, wie Gicht, entstehen. Außerdem können Knochenbrüche, die in Fehlstellung wieder heilen, eine Ursache sein.

Wie wird Arthrose diagnostiziert?
In einer körperlichen Untersuchung beurteilt der Arzt die Schwellungen, die Hautveränderungen, den Bewegungsumfang, den Bewegungsschmerz und die Bandstabilität des Betroffenen. Um die Diagnose zu sichern, dienen Röntgenaufnahmen. Das Röntgen ist die wichtigste Untersuchung und zeigt bei einer Erkrankung erkennbare Veränderungen wie zum Beispiel der Gelenkspalt, der enger geworden ist.

Was passiert bei einer Arthrose?
Der Gelenkknorpel verschleißt mit der Zeit und die Knorpelschicht des betroffenen Gelenks wird zerstört. Dadurch wird der Gelenkspalt, Hohlraum zwischen den Knorpelflächen des Gelenks, immer enger. Wenn der Gelenkspalt immer enger wird, kommt es irgendwann dazu, dass die Knochen, die sich gegenüber liegen, direkt aufeinander reiben. Nun ist der Knochen nicht mehr geschützt und wird überbeansprucht, wodurch der Knochen vermehrt Knochensubstanz bildet und es zu einer Deformierung der Gelenke kommt.

Welche Beschwerden treten bei einer Arthrose auf?
Es treten Gelenkschmerzen auf und die Beweglichkeit des Gelenks ist beeinträchtigt. Sie können dabei unter drei verschiedene Arten von Schmerz unterscheiden. Der Anlaufschmerz kann am Anfang einer Bewegung auftauchen, wenn Sie sich nach einer Erholungsphase wieder bewegen. Weiterhin ist ein Belastungsschmerz oder Ermüdungsschmerz möglich, d.h. die Gelenke fangen nach längerer Belastung an zu schmerzen. Die Dritte Art, wie sich der Schmerz der Gelenke zeigen kann ist der Ruheschmerz. Diese tritt dann auf, wenn Sie an einer „aktivierten Arthrose leiden“, also wenn die Erkrankung bei Ihnen bereits entzündlich geworden ist.

Wie kann ich eine Arthrose vorbeugen?
Wichtig zur Vorbeugung ist eine regelmäßige körperliche Bewegung. Dazu kann Radfahren oder Schwimmen förderlich sein. Wichtig ist, dass Sie eine einseitige Gelenkbelastung vermeiden.

Wie kann die Arthrose behandelt werden?
Es ist nicht heilbar, jedoch ist es möglich die Beschwerden der Betroffenen zu lindern. Durch verschiedene Methoden wird versucht, den Arthroseverlauf zu verlangsamen oder sogar zu stoppen. Ziel ist es, die Schmerzen des Erkrankten zu lindern. Es gibt eine physikalische und eine orthopädische Therapie. Bei der physikalischen Therapie machen Sie Physiotherapie, Wärme- oder Kältetherapie, Massagetherapie, gelenkschonende Sportarten, Wasser- und Bädertherapie, Elektro- und Ultraschalltherapie oder die medikamentöse Therapie. Bei der orthopädischen Therapie bekommen Sie möglicherweise Pufferabsätze, einen Gehstock oder Unterarmgehstützen, Bandagen, Sitzerhöhungen, Keilkissen, oder Schuhaußen- bzw. -innenranderhöhungen. Eine weitere Option ist es, einen operativen Eingriff durchführen zu lassen, bei welchem Sie beispielsweise ein künstliches Gelenk eingesetzt bekommen.

Welche Maßnahme die Richtige ist, entscheidet der behandelnde Arzt in jedem Einzelfall individuell, je nach Form der Arthrose, Stadium der Erkrankung und zu behandelnden Symptomen.

Infografik Arthrose

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